32561: Erstellung und Traversierung von/in Binärbäumen

Erstellen von Binärbäumen aus Bäumen der Ordnung k

Leider habe ich meine Bachelor-Unterlagen verlegt und musste mich für die Klausur für das Thema durch das Skript wühlen. Die Anleitung zur Baumtransformation beschränkt sich hier auf zwei richtige Sätze:

  1. R1: Söhne von Knoten sind linke Nachfolger
  2. R2: Brüder von Knoten sind rechte Nachfolger

Soweit so korrekt. Für mich war es jedoch noch nicht greifbar und auch das Bild half mir nicht besonders weiter. Liegt aber wohl eher an meinem deliriumartigen Zustand durch den massiven Missbrauch von alkoholfreiem Hustensaft. Zufällig habe ich ein Beispiel gefunden, dass mir jedoch auf die Sprünge half. Vielleicht hilft es euch auch:

Beispiel: Baumtransformation zum Binärbaum

Ein Binärbaum ist ein Baum, dessen Knoten höchstens zwei direkte Nachkommen haben. D. h. wir müssen den Baum so transformieren, dass seine logische Struktur zwar erhalten bleibt, aber der neue Baum diesem Kriterium entspricht.

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1772: E-Business Management (Standardisierung)

Die Aufgabe aus der Einsendeaufgabe 1 erinnert stark an Simplex. Im Grunde geht es um die Frage, ob die Mitglieder eines Netzwerks einem bestimmten Standard folgen sollen, oder nicht. Und wie alles in Netzwerken wird auch das Anhand von Transaktionskosten zwischen den beteiligten Knoten entschieden. Dazu hat EA1 eine Tabelle aufgestellt, die anzeigt wie viel zwischen den Knoten 1 und 2 eingespart wird, wenn der neue Standard zwischen 1 und 2 eingeführt wird:

Einsparungen

  • Standard eingeführt zwischen 1 und 2: 800 EUR Einsparung
  • Standard eingeführt zwischen 1 und 3: 100 EUR Einsparung
  • Standard eingeführt zwischen 1 und 4: 314 EUR Einsparung
  • Standard eingeführt zwischen 2 und 3: 217 EUR Einsparung
  • Standard eingeführt zwischen 2 und 4: 278 EUR Einsparung
  • Standard eingeführt zwischen 3 und 4: 165 EUR Einsparung

Die weiteren Zellen  - z. B. Standard zwischen 1 und 1 oder Standard zwischen 3 und 2 - sind nicht gefüllt weil die Betrachtung der Kommunikation zwischen Knoten 1 und 1 unsinnig ist und der Kommunikationsweg zwischen 3 und 2 der Gleiche ist, wie zwischen 2 und 3. Es reicht also nur einen Weg zu betrachten. Würden sich die Kosten für Hin- und Rückweg unterscheiden, müsste man natürlich auch den Rückweg mit in die Betrachtung einbeziehen.

Die Frage ist also:

Auf welchen Knoten kann ich den Standard einführen, um die größten Einsparungen zu erzielen?

Und in diesem Moment heißt die Antwort noch: An allen!

Und warum? Weil wir noch keine Kosten für die Einführung definiert haben. Wäre ja auch zu schön gewesen, wenn man irgendwo Einsparungen realisieren kann, ohne Kosten zu haben. Die Minimierungsfunktion wäre in diesem Fall ziemlich witzlos. Aber dafür das Ergebnis recht eindeutig. It's something.

Kosten

Kümmern wir uns daher um die Kosten. Diese sind für die 4 Knoten:

  • Kosten für die Einführung des Standards auf Knoten 1: 300 EUR
  • Kosten für die Einführung des Standards auf Knoten 2: 475 EUR
  • Kosten für die Einführung des Standards auf Knoten 3: 513 EUR
  • Kosten für die Einführung des Standards auf Knoten 4: 987 EUR

Und jetzt können wir die Frage erneut stellen:

Auf welchen Knoten kann ich den Standard einführen, um die größten Einsparungen zu erzielen?

Aber die Antwort ist hier nicht mehr so einfach.

Versuchen wir dennoch unser Glück. Führen wir einfach auf jedem Knoten den Standard ein, so haben wir folgende Kosten: 300+475+513+987=2275 EUR bei Einsparungen von 800+100+314+217+278+165=1875 EUR. Lohnt sich nicht auf den ersten Blick, oder?

Aber dafür können wir unsere Frage etwas präziser stellen:

Auf welchen Knoten muss ich den Standard einführen, um bei den geringsten Kosten die größten Einsparungen zu erzielen?

Unwichtiges streichen

Um jetzt ein Modell aufzustellen, müssen wir uns klar machen, dass wir bei 4 Knoten insgesamt 4!=24 Kombinationsmöglichkeiten haben. Obwohl z. B. die Permutationen 1,2 und 2,1 unterschiedlich sind, haben wir kein Interesse an ihnen. Denn das Ergebnis wäre gleich (Kosten: 300+475=775 EUR gegenüber 475+300=775 EUR). Das gilt natürlich auch für die Permutation 1,2,3,4 und 4,3,2,1. Auch an der Einführung des Standards auf einem einzigen Knoten ist nicht spannend, also streichen wir auch das. Nehmen wir das mal Stück für Stück auseinander:

  • 4^1=4 (Kombination: 1 aus 4: Einführung Standard nur auf einem Knoten) - kein Interesse
  • 4^2=16 (Kombination: 2 aus 4: Einführung Standard auf zwei Knoten) - kein Interesse an der Reihenfolge, wie z. B. bei 1,2 und 2,1 sowie an 1,1 oder 2,2. Bleiben hier nur noch 6 spannende Paare: 1,2 - 1,3 - 1,4 - 2,3 - 2,4 - 3,4
  • 4^3=64: (Kombination: 3 aus 4: Einführung Standard auf drei Knoten) - hier gilt das gleiche wie bei 4^2. Es bleiben nur die Tripel 1,2,3 - 1,2,4 - 1,3,4.
  • 4^3=64: (Kombination: 4 aus 4: Einführung Standard auf vier Knoten) - das wird am einfachsten. Was bleibt, ist die Einführung auf allen 4 Knoten 1,2,3,4.

Die Kombination k aus n ohne Wiederholung ist der Binomialkoeffizient und wird mit folgender Formel ausgedrückt:

{{n!} \over {k!(n-k!)}} = \dbinom{n}{k}

Wir suchen uns die Kombinationen 2, 3 und 4. Setzen wir das in die Formel ein, so landen wir bei:

\dbinom{4}{2} = 6

\dbinom{4}{3} = 4

\dbinom{4}{4} = 1

Es sind also 11 Kombinationen zu berechnen (Kosten minus Einsparung = Ergebnis). Prüfen wir, ob's wirklich 11 sind:

  • 1,2 = 775 - 800 = -25
  • 1,3 = 813 - 100 = 713
  • 1,4 = 1287 - 315 = 972
  • 2,3 = 988 - 217 = 771
  • 2,4 = 1462 - 287 = 1184
  • 3,4 = 1500 - 165 = 1335
  • 1,2,3 = 1288 - 1117 = 171
  • 1,2,4 = 1762 - 1393 = 369
  • 1,3,4 = 1800 - 580 = 1220
  • 2,3,4 = 1975 - 660 = 1315
  • 1,2,3,4 = 2275 - 1875 = 400

Ja, sind 11. Ab hier ist zu sehen, dass das beste Kosten / Einsparungs-Verhältnis die Einführung des Standards auf Knoten 1 und 2 bietet und uns einen "Gewinn" (negative, indirekte Kosten) von 25 EUR beschert. Es sieht zwar was doof aus, da wir Kosten + Einsparung rechnen, aber das ist eine Minimierungsfunktion, die wir aufstellen wollen. Wenn wir das umdrehen (Einsparung - Kosten), haben wir eine Maximierungsfunktion, können aber nicht so schön rechnen.

Das Modell

Aber wie gießen wir unsere Erkenntnis in ein Modell? Wir brauchen Entscheidungsvariablen x_i, die uns anzeigen, ob der Standard an Knoten i etabliert ist. Das befähigt uns dazu die Parameter Kosten c_i und Einsparungen s_{ij} (wenn Standard an Knoten i und j eingeführt wurde ist) auszurechnen.

Das bedeutet: WENN x_i = x_j = 1 (Standard ist an Knoten i und j etabliert), sind die Kosten c_i + c_j und die Einsparungen s_{ij}. Wie euch aufgefallen ist, nutzen wir für unser WENN / DANN - Konstrukt die Entscheidungsvariable x_i, wenn der Standard auf Knoten i eingeführt wurde. Wenn Die Entscheidungsvariable 1 ist, so werden die Kosten mit 1 multipliziert. Ansonsten ist sie 0, die Kosten werden mit 0 multipliziert, sind also nicht vorhanden.

Das wäre der erste Teil der Minimierungsfunktion aus dem Skript:

\sum\limits_{i=1}^n c_i x_i

Vereinfachen wir als Beispiel unsere Rechnung und probieren das mal mit zwei Knoten aus. Standard eingeführt auf Knoten 1 und 2: x_1 und x_2 = 1. Kosten: c_1 + c_2 = 300 + 475 = 775 (und Einsparungen s_{12} = 800). Sieht gut aus.

\sum\limits_{i=1}^2 c_i x_i = 300*1 + 475*1 = 775

Das Problem hier ist, dass wir damit nur die Kosten für die Einführung des Standards aufsummiert haben. Wenn wir das minimieren führt uns das nur dazu, dass wir wissen an welchen Knoten wir mit den geringsten Kosten den Standard einführen können. Die Relation zu den Einsparungen fehlt uns noch!

Das wäre der 2. Teil aus dem Skript:

\sum\limits_{i=1}^{n-1} \sum\limits_{j=i+1}^{n} s_{ij} z_{ij}

Der ist ein bisschen aufwändiger. Lasst euch von dem 2. Summenzeichen nicht irritieren, das ist nur eine Doppelsumme. Diese können wir auch ausschreiben. Sieht nur dann nicht mehr so fancy aus.

Exkurs: Doppelsumme

\sum\limits_{i=1}^{n-1} \sum\limits_{j=i+1}^{n} s_{ij} z_{ij} = \sum\limits_{i=1}^{n-1} s_{i2} z_{i2}+s_{i3} z_{i3}+ ... + s_{in} z_{in}

Probieren wir das einfach mal an n=3.

Beispiel\sum\limits_{i=1}^{2} \sum\limits_{j=i+1}^{3} s_{ij} z_{ij} = \sum\limits_{i=1}^{2} s_{i2} z_{i2}+s_{i3} z_{i3} = s_{12} z_{12}+s_{23} z_{23}

Bevor wir den 2. Teil der Minimierungsfunktion im Detail auseinander nehmen, müssen wir uns über die folgende Relation im klaren sein (Achtung, wichtig!): Wenn wir den Standard an Knoten i und j nicht einführen, entstehen uns zwar direkt keine Kosten c_i und c_j, aber uns entgehen auch die damit verbundenen Einsparungen s_{ij}, die als indirekte Kosten betrachtet werden können.

Beispiel: Einführung den Standards auf Knoten 1 und 2 ergibt Kosten von 775 EUR und Einsparungen von 800 EUR, so dass wir unter'm Strich mit 25 EUR nach Hause gehen. Die Nicht-Einführung des Standards auf den beiden Knoten ergibt keine direkten Kosten, aber entgangene Einsparungen von 800 EUR. Damit sind wir 25 EUR im Minus.

Unsere Rechnung der vollständigen Kosten (direkt und indirekt) müsste im Falle der Standard-Einführung so aussehen: 300*1 + 475*1 + 0*800 = 775.

Führen wir den Standard nicht ein, haben wir: 300*0 + 475*0 + 1*800 = 800 an indirekten Kosten durch entgangene Einsparung.

Der Bezug von Kosten zu entgangenen Einsparungen wird durch die Verbindung der Entscheidungsvariablen x_i und z_{ij} erreicht. Sind x_i und x_j = 1 (Standard wird eingeführt), so ist die Entscheidungsvariable z_{ij} = 0 (uns entgehen keine Einsparungen, es entstehen aber direkte Kosten). Sind x_i und x_j = 0 (Standard wird nicht eingeführt), so ist die Entscheidungsvariable z_{ij} = 1 (uns entgehen Einsparungen und damit entstehen indirekte Kosten). Und da wir Interesse haben unsere gesamten Kosten zu minimieren, führen wir beides nun zusammen.

\sum\limits_{i=1}^n c_i x_i + \sum\limits_{i=1}^{n-1} \sum\limits_{j=i+1}^{n} s_{ij} z_{ij}

Bei n=4 würde die ausgeschriebene Funktion wie folgt aussehen:

Das erste Summenzeichen: c_1x_1+c_2x_2+c_3x_3+c_4x_4 (direkte Kosten)

Die zwei weiteren Summenzeichen: s_{12}z_{12}+s_{13}z_{13}+s_{23}z_{23}+s_{14}z_{14}+s_{24}z_{24}+s_{34}z_{34} (indirekte Kosten durch entgangene Einsparungen)

Zusammen:

c_1x_1+c_2x_2+c_3x_3+c_4x_4+s_{12}z_{12}+s_{13}z_{13}+s_{23}z_{23}+

s_{14}z_{14}+s_{24}z_{24}+s_{34}z_{34}

Und das ist unsere ganze Minimierungsfunktion für 4 Knoten. Setzen wir die Kosten und Einsparungen mal ein.

Min 300x_1+475x_2+513x_3+987x_4+800z_{12}+100z_{13}+217z_{23}+

315z_{14}+278z_{24}+165z_{34}

Wir sind fast fertig. Uns fehlt nur noch eines.

Nebenbedingungen

Wir haben diese zwar schon in Prosa formuliert, müssen das aber in mathematischer Notation noch nachholen und eine kleine Ungenauigkeit beseitigen. Rekapitulieren wir: Folgende zwei Bedingungen sind zu formulieren:

  1. Wenn der Standard auf Knoten 1 und 2 eingeführt wurden, so sind uns direkte Kosten entstanden, aber gleichzeitig Einsparungen erzielt worden (oder nicht, siehe Fallunterscheidung). Ist der Standard nicht eingeführt worden, sind uns in Form von entgangenen Einsparungen indirekte Kosten entstanden. Da wir diesen Sachverhalt bereis in den Entscheidungsvariablen x_i, x_j und z_{ij} festgehalten haben, müssen wir deren Beziehung nun mathematisch formulieren.

Wir haben folgende Fälle zu unterscheiden:

  1. Eingeführt auf Knoten x_i, aber nicht auf Knoten x_j. Es entstanden also nur Kosten für Knoten x_i. Einsparungen dürfen keinesfalls vorhanden sein, da uns für die Kommunikation der Knotenpartner fehlt.
    Damit muss z_{ij}=1 (indirekte Kosten sind entstanden) sein. Ist z_{ij}=0, so darf die NB nicht erfüllt sein.
  2. Gleiches gilt anders herum für die Einführung nur bei x_j.
  3. Gar keine Einführung. Es muss gelten: z_{ij}=1 (indirekte Kosten sind entstanden). Wenn wir z_{ij}=0 setzen, darf die NB nicht erfüllt sein.
  4. Einführung bei beiden Knoten. Hier räumen wir die Ungenauigkeit aus (danke an die Kursbetreuung für den Hinweis!): Obwohl der Standard eingeführt wurde, heißt es nicht, dass man ihn auch nutzen muss. Man darf!Bedeutet: Obwohl wir direkte Kosten für die Einführung hatten, müssen wir die Einsparungen nicht realisieren (auch wenn das natürlich sinnlos wäre) und können uns ökonomisch sinnfrei direkte und indirekte Kosten aufhalsen, d. h. die beiden Fälle z_{ij}=1 (keine Nutzung des Standards = keine Einsparungen = indirekte Kosten) und z_{ij}=0 (Nutzung des Standards = Einsparungen realisiert = keine indirekten Kosten) sind beide erlaubt, auch wenn der Standard an beiden Knoten eingeführt wurde. Die NB muss daher in beiden Fällen "true" zurückliefern.

Hier greift das Skript in die mathematische Trickkiste und formuliert alle 4 Bedingungen mit Hilfe einer großen, positiven Konstante M.

x_i + x_j >= 2 - M{z_{ij}} (NB 1.5)

Wenn wir für alle möglichen Fälle die Werte in die Nebenbedingung einsetzen, muss die Nebenbedingung folgende Fälle abfangen und folgende Ergebnisse zurückliefern:

1+1 >= 2 - (1000*0) = true
1+0 >= 2 - (1000*1) = true
0+1 >= 2 - (1000*1) = true
0+0 >= 2 - (1000*1) = true

1+1 >= 2 - (1000*1) = true
1+0 >= 2 - (1000*0) = false
0+1 >= 2 - (1000*0) = false
0+0 >= 2 - (1000*0) = false

Und das macht sie auch, rechnet das ruhig nach.

Bleibt nur noch NB 1.6. Aber die ist - das wollte ich immer schon einmal sagen - trivial.

x_i \in\{0,1\}, z_{ij} \in\{0,1\}, i=1,...,n, j = 1,...,n, i < j (NB 1.6)

Sie sagt nichts weiter aus, als dass unsere Variablen binär sind und unser Zähler i kleiner als j sein muss (wäre i\leq j, so gäbe es z. B. s_{11}, d. h. einen Einsparungsbetrag von Knoten 1 zu Knoten 1).

 

Implementierung von Informationssystemen: EA1 und Kursaufbau

Ich habe nun mittlerweile die erste EA des Kurses bearbeitet und ich bin über den Aufbau des Kurses etwas irritiert. Hatte ich persönlich noch nicht an der FU. Da es weder im studienservice, noch anderweitig viel Informationen zu dem Kurs 32561 gibt, helfen ein paar Worte der Entscheidungsfindung zukünftigen, potentiellen Kursbelegern.

Zunächst: Der Kurs besteht aus 3 Teilen.

  1. Programmieren in C: 3 Kurseinheiten, insg. 314 Seiten.
  2. Algorithmen und Datenstrukturen: 4 Kurseinheiten, insg. 306 Seiten
  3. Objektorientierter Systementwurf: 2 Kurseinheiten, insg. 341 Seiten

Macht in Summe 961 Seiten an Skript aus drei unterschiedlichen Themenkomplexen (wovon ein Teil nicht klausurrelevant ist).

Zu bearbeiten sind 2 EAs, wovon eine bestanden werden muss, um zur Klausur zugelassen zu werden.

Die erste EA besteht aus einer Programmieraufgabe in C, die Leuten ohne Programmierkenntnisse durchaus Schweißperlen auf die Stirn treiben könnte. Dein Forumseinträgen nachzuurteilen haben viele Bereits Schwierigkeiten eine geeignete Entwicklungsumgebung aufzusetzen. Empfohlen wird hier Eclipse mit MinGW.

Aber die Entwicklungsumgebung ist nicht die einzige Hürde. C lernen mit dem Skript alleine halte ich für schwierig. Ich würde unbedingt Zusatz- bzw. Ersatzliteratur empfehlen. Ich habe meinen alten Bücherschrank mal durchstöbert und fand nur mein altes C++ Buch von den Eheleuten Prinz (er hält Seminare zu C++ und Assembler und sie ist FH-Prof.) das Dummie-Buch (ich habe noch die alte Fassung, verlinke aber auch hier wieder die neue) und den Erlenkötter. Mein Lieblingsbuch war das von Prinz, aber das ist mittlerweile zu alt. Den Nachfolger habe ich nicht gelesen, verlinke ihn aber trotzdem. Bin mir fast sicher, dass Ihr mit dem Erlenkötter und dem Prinzenbuch problemlos durch den Kurs kommen werdet.

Nachdem die Entwicklungsumgebung aufgesetzt und die ersten Gehversuche in C erfolgreich unternommen wurden, schlägt die EA zu. Leider haben diesen Kurs keine meiner Kommilitonen belegt, daher kann ich nur mich als Gradmesser nehmen. Es ist eine Versicherungsverwaltung mit Lesen und Speichern von verschachtelten Structs zu schreiben. Die dazu notwendigen knapp 1.000 Zeilen Code kosteten mich die ein oder andere Nacht, denn die Aufgabenstellung ist nicht trivial.

Aber das Spannende ist, dass das Programm nicht eingesendet werden soll. Nur der nackte Quelltext in Papierform geht zur Korrektur an den Lehrstuhl. Ja, in Papierform. 20 Seiten Code in Schriftgröße Consolas 10. Den Beiträgen im Forum nach kommen einige auf 30+ Seiten. Die armen Korrektoren. Aber wenn das so gewünscht ist, who I am to judge?

Was die Moodle-Umgebung angeht: ich habe dort einfach mal gefragt, ob man statt den vorgegebenen Funktionsnamen "void BeitragErfassen (void)" auch mit Rückgabewerten und Parametern ala "int BeitragErfassen (int Vertragsnummer)" arbeiten kann, statt globale Vektoren und Variablen zu nutzen, ohne Punkteabzug zu bekommen und werde seit 2 Wochen vom Lehrstuhl ignoriert, während andere Beiträge (zur Korrekturdauer der Klausur z. B.) beantwortet werden.

Aber das ist nicht der erste WiWi-Kurs in meinem Studium. In den anderen Kursen war die Betreuung ähnlich und man wusste bis nach der Korrektur der EA, bzw. sogar erst nach der Klausur, was genau erwartet wurde. Mails an mehrere Leute des Lehrstuhls bleiben unbeantwortet und Beiträge in der NG oder im Moodle werden ebenfalls mit Verachtung gestraft. Also im Westen nichts neues.

Im Bachelor hatte ich Einführung in objektorientierte Programmierung belegt, was dann automatisch als Gradmesser für alle weiteren Kurse diente. Dass die gute Betreuung (Beantwortung von NG-Beiträgen und Mails innerhalb von 48h) und didaktischer Aufbau des Kurses jedoch die Ausnahme waren, wurde mir erst später bewusst. Mittlerweile muss ich sagen, dass die Informatik-Kurse deutlich besser aufbereitet, betreut und korrigiert werden, als die Kurse der WiWi-Fakultät. Aber ich habe mich (blöderweise) für WiInf im Master entschieden und werde auch die letzten Module hinter mich bringen müssen, ob sie mir nun gefallen oder nicht.

31561/32691: Dienstleistungskonzeptionen und Dienstleistungsmanagement - Ergebnisse SS17

Update: Ergebnisse beider Klausuren sind nun da.

Eigentlich blogge ich ungerne über Ergebnisse.

Ich habe jetzt ein paar Nächte drüber geschlafen und mich dennoch entschlossen ein paar Worte zu verlieren. Primär aus Interesse an den Ergebnissen und Erfahrungen der Mitstreiter.

Es ist allgemein bekannt, dann 31561: Dienstleistungskonzeptionen und 42180/32691: Dienstleistungsmanagement Synergien aufweisen. Sie überschneiden sich stark in den Themen, setzen jedoch unterschiedliche Schwerpunkte. D. h. mann könnte beide Kurse durchaus als ein Modul sehen und auch so bearbeiten. Tatsächlich geht das auch kaum anders, denn man kann das Zusatzwissen zu einem Thema aus einem Modul nicht in der Klausur zum anderen Modul einfach abschalten.

Dieser Umstand ist meiner Meinung nach positiv. Warum auch nicht?

Aber worum es mir eigentlich geht: Bei zwei sehr ähnlichen Modulen, einem ähnlichen Arbeits- und Lernaufwand für EAs und Klausuren ist das Ergebnis sehr weit voneinander entfernt. Kann das sein? Das ist mir bereits in den EAs aufgefallen, wo ich in 31561 nur knapp die Hälfte der Punkte holen konnte, wie in 42180/32691. Die Begründung war immer "Zu weit weg von der Musterlösung". Quasi eine mathematische Korrektur eines nicht-mathematischen Fachs, wo die Lösung 1. nicht auf Korrektheit überprüft werden kann und 2. es durchaus mehrere Lösungen geben kann.

Letzteres wurde z. B. bei 42180/32691 auch entsprechend berücksichtigt: "Ja, das funktioniert auch" war dann die Begründung für eine volle Punktzahl bei einem von der Musterlösung abweichenden Ergebnis.

So ärgerlich das auch ist, umso ärgerlicher ist das in einer Klausur. Selten (eigentlich noch nie seit Beginn des Bachelors) habe ich in einer nachträglichen Klausureinschätzung so weit daneben gelegen, wie in 31561. Aber es deckt sich zumindest mit der Korrektur der EAs. Das Ergebnis von 41280 ist noch nicht da, aber hoffentlich behält sich Muster in diesem Fall wenigstens auch bei und tendiert dann nicht plötzlich in eine andere Richtung. Das Ergebnis von 41280/32691 ist mittlerweile angekommen und wie erwartet tendiert das in die andere Richtung.

Lange Rede, kurzer Sinn:

  • 31561: Dienstleistungskonzeptionen im SS17:
    • Durchschnittsnote 3,4
    • Durchfallquote: 17%
  • 41280/32691: Dienstleistungsmanagement im SS17
    • Durchschnittsnote: 3,3
    • Durchfallquote: 16%

Und wenn man sich die Statistik über die Jahre hinweg anschaut kommt man für

  • 31561: Dienstleistungskonzeptionen auf eine Durchschnittsnote von 3,3 bei 17% Durchfallquote.

Ähnliches gilt für

  • 42180: Dienstleistungsmanagement. Ohne die Ergebnisse von diesem Jahr zu kennen Mit den Ergebnissen von diesem Jahr sind wir bei einer Durchschnittsnote von 3,2 und einer Durchfallquote von 17%.

Zeigt für mich ganz deutlich in die Richtung, dass für viele beide Kurse 4-gewinnt-Module sind oder einfach nur sehr unterschätzt werden. Für mich war es beides nicht, aber vielleicht bin ich in meiner Lernweise aus dem Bachelor noch zu sehr auf Informatik gepolt (Verständnis und Transferwissen statt Auswendiglernen).

Hält man beide Ergebnisse nebeneinander, so ergibt sich für dieses Semester (SS17) folgendes Bild.

 

Und ich muss zugeben, dass ich ein bisschen unschlüssig bin und den Grund für meine schlechte Note in 31561 noch nicht so ganz greifen kann. Vielleicht weiß ich nach der Klausureinsicht mehr.

Ansonsten bleibt mir nichts anderes übrig als mich zu wundern, wie ich es bei der frappierenden Stoffüberschneidung beider Module geschafft habe eine Diskrepanz von 2 Notenpunkten rauszuhauen.

Wo sind sie alle hin?

Im Rahmen der Lernkartenaktualisierung für Dienstleistungsmanagement und Dienstleistungskonzeptionen bin ich meine Blogliste der Fernuni-Studenten mal durchgegangen.

  1. https://hagenchallenge.wordpress.com (Master abgebrochen, Wechsel an WHU)
  2. https://peripherstudent.wordpress.com (noch dabei)
  3. https://wirtschaftsinformatik-hagen.blogspot.de (noch dabei)
  4. https://fernuniformatiker.wordpress.com (pausiert Studium und Blog)
  5. https://nebenbeistudent.wordpress.com (seit 2014 nichts mehr)
  6. http://fernstudi.posterous.com (offline)
  7. https://www.fernstudium-infos.de/blogs/hobbystudent (offline)
  8. https://fernstudiumhagen.wordpress.com (pausiert seit 2016)
  9. http://heikeslernwelt.de (offline)
  10. http://winf-fernuni.blogspot.de (offline)
  11. https://schakinnis.wordpress.com (scheint auch offline)
  12. https://fernstudiumhagen.wordpress.com/ (abgebrochen)
  13. https://dasfernstudium.blogspot.com/ (seit 2014 nichts mehr)
  14. https://sofauni.wordpress.com/studium/ (kurz vor der theoretischen Informatik nichts mehr)
  15. https://www.fernstudium-infos.de/blogs/blog/1033-informatik-fernuni-hagen-bachelor/ (seit 2016 nichts mehr)
  16. http://www.fabiandeitelhoff.de/category/fernuni-hagen/ (seit 2013 nichts mehr)
  17. https://www.fernstudium-wiwi.de/abbrecherquote-an-der-fernuni-hagen-bei-ca-70-prozent/ (abgebrochen)

Abbrecherquote Überlebensquote liegt hier bei 3/17, Abbrecherquote also fast 85%. Und das nur bei Studium und bloggen. Die Abbrecherquote der Studenten ohne Blog ist vermutlich noch höher ... aus den sicher 20 Leuten, die ich im Laufe des Studiums kennengelernt habe, haben 2 bis zum Bachelor durchgehalten. Ich würde wirklich gerne mal eine vernünftige Statistik diesbezüglich sehen.

Wie viele, die ein Studium an der FU angefangen haben, haben es auch in den nächsten ~6-8 Jahren wirklich abgeschlossen?