Klausurergebnisse eingetroffen

Das warten hat teilweise ein Ende. Nach 6 Wochen Korrekturzeit trudelte soeben das Ergebnis per Mail an: Zufriedenstellend. Damit wäre auch die Zusammenfassung von 32561: Entwurf und Entwicklung von Informationssystemen abgeschlossen. Fehlt noch E-Business-Management. Ich tippe hier auf weitere zwei Wochen Wartezeit.

Update 26.04.18

Auch das Ergebnis E-Business-Management ist eingetroffen. Ergebnis soweit okay. Damit bin ich scheinfrei und es fehlt nur noch das Seminar und die Thesis. Aber wirklich abhaken (und die Skripte in den Keller bringen) werde ich erst nach der schriftlichen Bestätigung.

Update:

Auch schriftlich wurde das Resultat für InfoSys bestätigt. Was mich hier eher stutzig gemacht hat ist das Gesamtergebnis:

  • 1,0: 0
  • 1,3: 0
  • 1,7: 1
  • 2,0: 0
  • 2,3: 1
  • 2,7: 4
  • 3,0: 6
  • 3,3: 6
  • 3,7: 3
  • 4,0: 2
  • 5,0: 10 (!)

Der Schnitt ist 3,8! Bei einer Durchfallquote von 33,33%!

Ich kann mir gerade nicht zusammenreimen, an was das gelegen haben mag. Schien der Stoff zu einfach beim ersten Durchlesen, so dass hier zu wenig Aufwand eingeflossen ist? Gab es viele, die 4-gewinnt gespielt haben? Wurde der Kurs zu sehr auf die leichte Schulter genommen? Haben Wirtschaftsinformatiker mehr Probleme bei einem eher programmier- und algorithmenlastigen Kurs?

Ich glaube, ich hatte noch keine Prüfungsklausur geschrieben, wo der Schnitt wirklich derart schlecht war. Scheinklausuren ja. Aber eine benotete Leistung?



 

5 Kommentare zu “Klausurergebnisse eingetroffen”

  1. Marco
    April 21st, 2018 22:15
    1

    Von außenstehenden wird Wirtschaft mit Lari-Fari Prosa gleichgesetzt, bei der die Studis durchgewunken werden. Tatsächlich ist es üblich, in den WiWi-Kursen kräftig "rauszusieben". In den ersten Semestern sind in Deutschland an universitären Fakultäten 85% Durchfallquote in Studiengängen mit Numerus clausus von besser als Note 2,0 nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Manche "Elite"-Unis rühmen sich auch mit Durchfallquoten von mehr als 90%. Eine zweifelhafte "Leistung" für eitle Professoren.
    Unabhängig von dem Anspruch des Stoffes sind solche Durchfallquoten durchaus politisch gewollt, um sich als "harte" Fakultät zu profilieren und den Betreuungsaufwand in den höheren Semestern (Seminare etc.) zu reduzieren.

    Gerade bei Pflichtfächern gibt es durchaus keine Noten mit Note Gut (oder besser). Oder eben nur sehr wenige, da dort die Studenten nicht "mit den Füßen" abstimmen können. Das mag zynisch klingen, aber statisisch gesehen ist eine Prüfung, in der 11,5% der Teilnehmer eine Note besser als befriedigend erzielt haben (wie in Deiner Aufstellung), schon überdurchschnittlich gut ausgefallen.

  2. Anton
    April 23rd, 2018 07:42
    2

    Wenn ich mir die Klausurstatistik anschaue, so sehe ich bei den vermeintlich einfachen Fächern sehr hohe Durchfallquoten. Dann kommen auch bei WiWi Brecher wie Makro, Theorie der Marktwirtschaft usw. Dort sind die Ergebnisse besser. Je einfacher sich ein Fach anhört, desto höher schheinen die Durchfallquoten und schlechter die Ergebnisse zu sein.

    http://www.fernuni-hagen.de/wirtschaftswissenschaft/studium/pruefungen/klausuren/statistik.shtml

    Das habe ich in dieser Form, wie gesagt, in der Informatik nicht gehabt. WiWi, WiInf und Informatik sind alles (zumindest an der FU) keine NC-Studiengänge.

  3. Marco
    April 24th, 2018 10:41
    3

    Die Benotung ist nach meiner Auffassung sehr wenig abhängig von den inhaltlichen Anforderungen der Fächer - sowohl was den Vergleich Wirtschaft und Informatik angeht, als auch innerhalb der Wirtschaftsfächer. Aussagekräftiger ist, ob das Fach ausgewählt werden kann oder ein Pflichtfach ist.

    Im Master WiWi gibt es Wahlpflichtfächer (WP) und Pflichtfächer (zwei aus drei). Bei dem Pflichtfach "Vertiefung der Wirtschaftsmathematik und Statistik" haben im Sommersemester 1,67% der Teilnehmer eine Note 1 erzielt. Vom Anbieter (Prof. Singer) gibt es auch ein Wahlpflichtfach "Zeitreihenanalyse und empirische Kapitalmarktforschung". Das wird inhaltlich nicht wesentlich einfacher sein. Für das aktuelle Wintersemester liegen schon die Ergebnisse vor: 33% [sic!] der Teilnehmer haben die Klausur mit der Note 1 abgeschlossen.

    Bei den anderen beiden Pflichtfächern sieht das Bild nicht wesentlich anders aus: "Rechnungslegung" - Note 1: 1,22% (4 von 328). "Öffentliche Ausgaben" - Note 1: 4,86%. Gegenbeispiele von Kursen des gleichen Prüfers: das Wahlpflichtfach WP "Markt und Staat" - Note 1: 9,38%, also fast doppelt so viele Einser. WP "Steuern und ökonomische Anreize" - Note 1: 9,09%, WP "Allokationstheorie und Internationale Finanzwissenschaft" - Note 1: mit 11,43% sogar zweistellig.
    Noch ein Beispiel eines anderen Prüfers: WP "Risikomanagement in Supply Chains" - Note 1: 20,48%

    Es kommt also darauf an, ob die Studenten abhängig von der Prüfung sind oder auswählen können. Bei der Fakultät MI schwebt ja das Damokles-Schwert, dass bereits die Elektrotechnik zugunsten des Studiengangs Psychologie geschlossen wurde. Der Leidensdruck in der Psychologie bei den Betreuungskapazitäten (mit mehr als 700 Absolventen allein im Bachelor pro Jahr) ist seitdem nicht gesunken und die Rufe nach uni-interner Umverteilung von Stellen und Finanzen werden wohl lauter.
    Bei 38 Bachelor-Absolventen in der Informatik und 13 in der Mathematik im Jahr 2017 gibt es gerade sichtbare Indizien, dass man Pflichtfächer wie Computersysteme und Theoretische Informatik gerade leicht entschärft.

    Hier haben sich die Abhängigkeiten wohl nach Wahrnehmung der Verantwortlichen auch etwas verschoben...

  4. Anton
    April 27th, 2018 11:55
    4

    Du zeichnest kein wirklich positives Bild der Situation. Wird Psychologie vielleicht die neue Kunstgeschichte? 700 Absolventen sind an der FU schon ein starkes Stück, würde gerne wissen die Statistik dazu sehen ... ob es an der FU jemals einen Studiengang mit so vielen Absolventen gab?

  5. Marco
    April 28th, 2018 17:08
    5

    Hier die offiziellen Zahlen zur Psychologie:
    2016 - 734 Absolventen im Bachelor, 79 im Master
    2017 - 660 Absolventen im Bachelor, 98 im Master

    Zum Vergleich der Bachelor Informatik:
    2016 - 39 Absolventen
    2017 - 40 Absolventen

    Quelle:
    http://www.fernuni-hagen.de/arbeiten/statistik/absolventen/ba.shtml

    Fun Fact:
    Auf dem Höhepunkt der Wirtschaftskrise 2010 hat ein Freund von mir mit einem Dreier-Zeugnis sein Elektrotechnik-Studium abgeschlossen und sich mit einer Rechtschreibschwäche (Legasthenie) auf zehn Stellen beworben. Er hat dabei vier Zusagen bekommen und konnte sich die beste Stelle aussuchen. Rate mal, welcher Studiengang an der FU geschlossen wurde, um die Einrichtung der Psychologie zu finanzieren...

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